Preußisches Elysium – unterwegs in der Mark Brandenburg
Kloster Chorin ist keine jener lieblichen Ruinen, darin sich's träumt wie auf einem Frühlingskirchhof, wenn die Gräber in Blumen stehen; es gestattet kein Verweilen in ihm, und es wirkt am besten, wenn es wie ein Schattenbild flüchtig an uns vorüberzieht. Wer hier in der Dämmerstunde des Weges kommt und plötzlich zwischen den Pappeln hindurch diesen still einsamen Prachtbau halb märchenhaft, halb gespenstisch auftauchen sieht, dem ist das Beste zuteil geworden, das diese Trümmer, die kaum Trümmer sind, ihm bieten können. Die Poesie dieser Stätte ist dann wie ein Traum, wie ein romantisches Bild an ihm vorübergezogen, und die sang- und klanglose Öde des Innern hat nicht Zeit gehabt, den Zauber wieder zu zerstören, den die flüchtige Begegnung schuf.
(Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg)
***
Gibt es einen geeigneteren Aufführungsort für die „Carmina Burana“ von Carl Orff (1895-1982) als die gewaltige hochgotische Anlage des Zisterzienserklosters Chorin? Beide, die Texte der Kantate und das bedeutendste Zeugnis der Bachsteingotik in Brandenburg, sind im Hochmittelalter entstanden. Wir werden die sinnlichen Eindrücke von Bildern und Musik lange in unserem Gedächtnis bewahren…
Brandenburg und preußische Geschichte – untrennbar miteinander verbunden. Erleben Sie die zauberhafte märkische Landschaft und lassen Sie sich mitnehmen zu zwei Schlössern, die abseits der Haupttrassen der Touristenströme liegen. Die Fahrt mit einem Dampfschiff aus dem Jahr 1908 ermöglicht genussvolle Impressionen von den Edelsteinen der klassischen preußischen Architektur. Zwei Tage voller Abwechslung und faszinierender Eindrücke – gönnen Sie sich das doch einfach einmal!
1. Tag: Königin und Einstein in Caputh – Idyllisches Oranienburg – Carmina Burana vor mittelalterlicher Kulisse
- 7.30 Uhr Abfahrt mit dem Bus vom Parkplatz Lutherplatz (ehemals
Hortenkaufhaus);Fahrt in das südlich von Potsdam gelegene
Örtchen Caputh
- 10.00 Uhr Führung durch das kleine kurfürstlich-königliche Schloss Caputh,
den einzigen erhaltenen Schlossbau der Potsdamer
Kulturlandschaft, der die Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich
Wilhelm von Brandenburg repräsentiert (in fast allen Räumen sind
die ursprünglichen Deckengestaltungen mit Gemälden und
Stuckaturen erhalten geblieben, und die meisten der heute
ausgestellten Kunstwerke gehören zur Originalausstattung oder
stammen aus dem Nachlass der Kurfürstin Dorothea bzw. aus dem
Potsdamer und Berliner Schloss; sie repräsentieren höfische
Kunstentfaltung und Wohnkultur um 1700)
- anschl.
Spaziergang zum „Einsteinhaus“, erbaut als Holzhaus im Jahre
1929 von dem Architekten Konrad Wachsmann, malerisch gelegen
mit Blick auf den Templiner See, auf dem der Nichtschwimmer
Einstein sehr oft segelte
- 12.00 Uhr individuelles Mittagessen in einem rustikalen brandenburgischen
Restaurant am See
- 13.30 Uhr Weiterfahrt in das Städtchen Oranienburg; Beziehen der Zimmer
im „Hotel an der Havel“, Zeit für einen Kaffee und einen geführten
Spaziergang zum Schloss Oranienburg, errichtet ab 1651 für
Louise Henriette, geborene Prinzessin von Oranien, die erste
Gemahlin des Großen Kurfürsten und Mutter des ersten
preußischen Königs (galt um 1700 als das schönste Schloss der
preußischen Monarchie)
- 16.30 Uhr Fahrt nach Chorin und Besuch der Aufführung der „Carmina
Burana“ von Carl Orff in der gewaltigen Ruine der
Zisterzienserabtei Chorin mit den Tschechischen Symphonikern
Prag und dem Prager Opernchor unter der Leitung von Petr
Chromczák
- ca. 20.30 Uhr Rückfahrt nach Oranienburg (1h)
2. Tag: Preußische Pracht vom Wasser aus – Königliches Landleben der guten Luise
- 8.30 Uhr Aufbruch nach dem Frühstück und Fahrt nach Potsdam
- 10.00 Uhr „Potsdams schönste Sehenswürdigkeiten in 90 Minuten“ –
Schlösserrundfahrt mit dem liebevoll restaurierten Dampfschiff
„Gustav “: diese Fahrt widmet sich in besonderer Weise den Parks
und den Schlössern der Hohenzollern-Dynastie – eine zum
UNESCO Welterbe gehörende Landschaft: vorbei am Park
Babelsberg mit seinem Schloss, dem Flatowturm und dem
Hofdamenhaus, unter der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke
hindurch zum Jungfernsee; Schlösser und Gärten zu beiden Seiten
der Havel entlang der einstigen Grenzlinie zwischen Ost und West;
weiter zum märchenhaft anmutenden Schloss der Pfaueninsel und
schließlich zum Neuen Garten mit seinem Marmorpalais und dem
Schloss Cecilienhof, in dem mit der Unterzeichnung des Potsdamer
Abkommen im Sommer 1945 Geschichte geschrieben wurde
-
11.30 Uhr kurzer Transfer nach Paretz und individuelles Mittagessen im
Gasthaus „Gotisches Haus“, der ehemaligen königlichen Schmiede
als Bestandteil des preußischen Musterdorfes aus dem Jahr 1800
- 14.30 Uhr Führung durch das Schloss Paretz, dem idyllischen Sommersitz des
preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und seiner Frau Königin
Luise, 1797–1804 von David Gilly als Sommerresidenz für den
Kronprinzen Friedrich Wilhelm und seine Gemahlin errichtet; gehört
nach umfassender Sanierung zu den bedeutendsten Zeugnissen
der Landbaukunst um 1800 in Preußen
- anschl. Spaziergang durch den Park und kleines Konzert in der im
Ursprung gotischen Dorfkirche auf der von Königin Luise 1797
gestifteten Orgel, saniert von der Firma Schuke (1966/1993); Zeit
für einen Kaffee
- 17.30 Uhr Rückfahrt nach Jena und Imbiss auf dem Weg (Ankunft ca. 20.30
Uhr)
Ihr Reisebegleiter: Wolfgang Bathe 0170 – 966 1033
Leistungen
- Übernachtung/Frühstück (Büffet) im ***Hotel DZ/DU/WC/TV/Tel.
- Fahrt im bequemen Reisebus
- alle im Programm enthaltenen Schlossführungen
- Konzertkarte Choriner Musiksommer (2. Preiskategorie)
- Fahrt mit dem Schiff in Potsdam
- Organisation und Begleitung durch jenakolleg
| Mindestteilnehmerzahl: | 20 |
| Preis p.P. im DZ | 170,00 € |
| Einzelzimmerzuschlag: | 16,00 € |
Alle Preise enthalten 19% Mehrwertsteuer. Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten!
Links zur Reise
www.spsg.de/index.php?id=840
www.einsteinsommerhaus.de
www.hotelanderhavel.de/index.htm
www.kloster-chorin.com/index.html
www.musiksommer-chorin.de/de/impressionen.htm
www.monumente-online.de/09/06/leitartikel/Paretz_Koenigin_Luise.php?seite=2
www.gotisches-haus-paretz-online.de
Wir bedanken uns bei Frau Beate Czerwinski und bei der Weissen Flotte Potsdam GmbH für die freundliche Genehmigung, die von ihnen zur Verfügung gestellten Fotos zu Paretz und zu den Schiffen der Weissen Flotte verwenden zu dürfen. Die Urheberrechte sind auf den entsprechenden Fotos vermerkt.
















